Welche Untersuchungen sind erforderlich?

Die Diagnose einer CIDP ist nicht einfach. Das Beschwerdebild liefert zwar Verdachtsmomente, diese müssen anschließend aber durch eine Reihe von Untersuchungen erhärtet werden. Auch gilt es, andere Nervenerkrankungen wie das Guillain-Barré-Syndrom und Multiple Sklerose auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen können, aber anders zu behandeln sind. Mit Hilfe einer gezielten Diagnostik gelingt es, die verschiedenen Erkrankungen voneinander zu unterscheiden.


Elektroneurographie (ENG)

Zu den Untersuchungen, die bei CIDP durchgeführt werden, gehört die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit mittels Elektroneurographie. Dabei wird nach elektrischer Reizung eines peripheren Nerven die Geschwindigkeit gemessen, mit der sich das erzeugte Signal entlang der Nerven fortpflanzt.



Blutuntersuchung

Gelegentlich findet man im Blutserum so genannte Anti-Gangliosid-Antikörper. Ganglioside sind fettartige Substanzen, die für die Nervenzellmembranen typisch sind.


Lumbalpunktion

In der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit ist bei CIDP häufig der Eiweißgehalt erhöht. Deshalb wird im Rahmen der Diagnostik oft auch eine Lumbalpunktion durchgeführt. Mit einer Hohlnadel wird dabei Nervenwasser zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel  entnommen – in einem Bereich also, in dem  kein Rückenmark mehr verläuft. Nicht immer müssen bei jedem Patienten alle Untersuchungen durchgeführt werden. In schwierigen Fällen können jedoch auch noch zusätzliche Untersuchungen notwendig sein, um die Diagnose zu sichern.



Warum ist die Differentialdiagnose so aufwendig?

Die CIDP kann leicht mit verschiedenen anderen Nervenerkrankungen verwechselt werden. Deshalb ist eine Vielzahl von Untersuchungen erforderlich, um die Diagnose „CIDP" zweifelsfrei stellen zu können – und so die Basis für eine zielgerichtete Therapie zu schaffen.