Welche Symptome können auftreten?

Die typischen Merkmale sind Gangunsicherheit und Ameisenkribbeln. Im individuellen Fall lässt sich jedoch nicht vorhersagen, welche Beschwerden auftreten werden. Das hängt davon ab, welche Nerven attackiert werden.
Sind motorische Nervenfasern betroffen und das ist meist der Fall – können Muskelschwäche oder Lähmungserscheinungen die Folge sein.
Eine Parese der Unterschenkelmuskulatur führt zu Gangunsicherheit auf ebener Erde, bei Beteiligung der Oberschenkelmuskulatur fällt auch das Treppensteigen schwer. Ist die Muskulatur von Händen und Armen betroffen, ist die Feinmotorik gestört. Erschwerend kommt hinzu, dass die Paresen typischerweise nicht nur auf einer Körperseite, sondern symmetrisch rechts und links gleichzeitig auftreten.
Bei über 60 Prozent der CIDP-Patienten sind – zusätzlich oder manchmal auch ausschließlich –sensorische Nervenbahnen betroffen. Die Entzündung der Nervenscheiden führt dann zu Missempfindungen (Parästhesien), die sich als Taubheitsgefühl, Brennen oder Ameisenkribbeln äußern und sehr quälend sein können. Das gilt auch für die Hyperästhesie, eine Überempfindlichkeit, die dazu führt, dass einfache Berührungen als sehr unangenehm und eventuell sogar schmerzhaft empfunden werden.
Müdigkeit ist ebenfalls ein häufiges CIDP-Symptom. Seltener dagegen sind Miktionsstörungen, also Probleme bei der Blasenentleerung.